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Zuschüsse

Gründungszuschuss und weitere Starthilfen – Tipps & Tricks

Wer sich selbstständig machen möchte muss sich erst einmal durch einen Pool an Informationen freischwimmen. Das ist zu Beginn sehr ermüdend, wie ich aus Erfahrung weiß. Fakt ist, wir leben in „Förderdeutschland“ und ich kann mir kaum vorstellen, dass andere Länder über derartig viele Fördertöpfe verfügen wie wir. Gut für alle diejenigen, die ihr eigener Herr bzw. Frau werden wollen. Mit mehr als 2000 Programmen sollte man meinen, dass ein passendes Angebot für die eigene Idee dabei ist, oder?

Gefördert werden ganz unterschiedliche Bereiche, beispielsweise die Überbrückung der Startphase durch ein bisschen extra Geld. Des Weiteren kann man sehr günstige Voll- und Teilfinanzierungen bis 25 Millionen bekommen, auf Antrag und unter den ein und anderen Voraussetzungen, versteht sich. Fördermittel bzw. Starthilfen gibt es noch und nöcher, aber welche helfen in der Startphase weiter?

Gründungszuschuss 2018 und weitere sinnvolle Möglichkeiten

Die wichtigsten Honigtöpfe für hungrige Bären sind:

Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit

Heutzutage eine sogenannte „Kann-Leistung“, die nur auf Antrag und gemäß der Einschätzung der Agentur gewährt wird. Man kann nur aus der Arbeitslosensituation heraus (AL1) den Antrag stellen, bis spätestens 150 Tage vor Ende des Anspruchs von Arbeitslosengeld 1. Man hat darauf keinen Rechtsanspruch mehr, was früher in Zeiten der Ich-AG anders war. Im Falle der Zusage bekommt man für sechs Monate weiterhin sein volles Arbeitslosengeld und 300 Euro monatlich für die Sozialabsicherung dazu. Ziel des Ganzen ist, den Bürger aus der Arbeitslosigkeit zu holen. Allerdings muss das Finanzkonzept beweisen, dass man mit der Selbstständigkeit seine Existenz sichern kann.

Tipps und Tricks:

Antrag in der ersten Jahreshälfte stellen, weil hier die Töpfe noch voller sind!

Erstklassige Vorbereitung auf das Erstgespräch mit der Agentur!

Einwandfreien Businessplan inkl. Rentabilitätsrechnung und Investitionskostenplanung vorlegen, evtl. direkt vom Unternehmensberater!

Gründungsinteresse schon zeitig mitteilen, damit die Richtung schon mal vorgegeben ist!

Hartnäckigkeit zahlt sich aus, natürlich stets im freundlichen Ton!

Den Sachbearbeiter auf die eigene Seite ziehen, damit er sich mehr einsetzt!

https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/existenzgruendung

Gründerkredit mit Niedrigzins

Für den Start in die erfolgreiche Zukunft kann ein Kredit günstig sein. Die KfW Bank ist bekannt für faire Konditionen und ganz unterschiedliche Angebote für jeden Bedarf. Zu den leckeren Honigtöpfen gehört beispielsweise der ERP-Gründerkredit „StartGeld“. Bis zu 100.000 Euro kann man für unter 3 Prozent vollfinanzieren. Hierfür ist kein Eigenkapital notwendig, was für viele Gründer eine Freude ist. Auch bei einer Selbstständigkeit im Nebenerwerb kann man den Antrag stellen. Mitverantwortlich ist die EU mit dem speziellen Programm COSME http://ec.europa.eu/growth/smes/cosme/. Gefördert werden übrigens auch Freiberufler und vor allem junge Unternehmen, sowie kleine Betriebe. Ein toller Kredit für die fleißige Mittelschicht. Die „großen“ bekommen hier nichts. Allerdings gibt es auch für Großunternehmen geeignete Mittel, über die man sich bei der KfW informieren kann.

Tipps und Tricks:

Erstklassige Vorbereitung für das Beratungsgespräch bei der Bank, Direktbank bzw. Sparkasse. Vorab telefonisch den Termin vereinbaren und nachfragen, was genau benötigt wird. Somit hat man alles zusammen und erleichtert die Situation auch für den Sachbearbeiter.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Existenzgr%C3%BCndung/F%C3%B6rderprodukte/F%C3%B6rderprodukte-(S3).html

KfW Gründercoaching beim Experten

Ein beliebtes Produkt ist das genannte Gründercoaching, welches im Vorfeld der Selbstständigkeit relevant sein kann. Ein erfahrener Coach, meist ein Unternehmensberater, unterstützt den Gründer beim Erstellen des kompakten Businessplans gibt wertvolle Tipps. Dank der professionellen Beratung bleiben typische Anfängerfehler meist aus. Der von Ihnen ausgewählte Coach muss dafür zugelassen sein. Wer aus der Arbeitslosigkeit gründet, kann noch bei der Agentur einen Beratungsgutschein beantragen. Sie sind schon ein paar Jahre selbstständig? Dann kommen Beratungszuschüsse durch BAFA (Förderung unternehmerischen Know-hows) in Frage, beispielsweise bis 3200 Euro für junge Unternehmen bis 2 Jahre.

http://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung_node.html

Viele weitere Möglichkeiten stehen bereit, je nachdem aus welcher Situation heraus man gründet. Wer sich zum Beispiel direkt von der Universität aus selbstständig macht, kann das EXIST-Gründerstipendium nutzen. Innovative High-Tech Ideen werden nur zu gerne gefördert, um den Absolventen den Start leichter zu gestalten. Bei der Verwirklichung einer erfolgsversprechenden Idee basierend auf Technik oder Wissen werden bis zu 3000 Euro monatlich bezahlt, um den Lebensunterhalt zu sichern. Den Antrag stellt man bereits über die Hochschule, an der man studiert.

http://www.exist.de/DE/Home/inhalt.html

Fazit zu den Förderungsmöglichkeiten in Deutschland

Hier sieht man einmal mehr: Wissen ist Macht! Wer nichts weiß, der nix gewinnt? Egal aus welcher Branche Sie entspringen und aus welcher Lage Sie sich in das eigene Business begeben. Sie sollten sich genau darüber informieren, was Ihnen eventuell zustehen bzw. welches Programm Ihnen das Leben erleichtern könnte. Nutzen Sie das bunte Angebot an Fördermitteln. Ein guter Unternehmensberater weiß über Fördermittel Bescheid. Eine Stunde beim Experten kann sich millionenfach auszahlen, soviel ist sicher!

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